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Einzigartig in Balance Eleonore Hasler

Praxis für Körper- und Lebensbalance

Sternenkinder & Seelenkinder
Ein achtsamer Umgang mit frühem Verlust und dem Konzept des verlorenen Zwillings

Menschliche Zelle und die wunderwaren sieben Regenbogen Farben


Manche Erfahrungen lassen sich nur schwer in Worte fassen.

Es gibt Menschen, die seit ihrer Kindheit eine tiefe Sehnsucht, eine unerklärliche Traurigkeit oder das Gefühl begleiten, dass etwas fehlt – ohne zu wissen, warum.

In meiner therapeutischen Arbeit begegnen mir immer wieder Familien, die sich mit dem Thema Sternenkinder, frühe Schwangerschaftsverluste oder dem Konzept des verlorenen Zwillings (Seelenkind) auseinandersetzen.

Für manche Menschen bietet dieses Konzept einen hilfreichen Blickwinkel, um bestimmte Gefühle oder Familiendynamiken besser zu verstehen. Andere finden darin keine Resonanz. Beides ist völlig in Ordnung.

Diese Seite soll eine Einladung sein, sich diesem Thema achtsam zu nähern und Impulse mitzunehmen, die sich für Sie stimmig anfühlen.
 


Was ist mit einem Seelenkind gemeint?
Als Seelenkind oder verlorener Zwilling wird die Vorstellung bezeichnet, dass ein Embryo in einer frühen Phase der Schwangerschaft verstorben ist und der überlebende Zwilling diese Erfahrung – bewusst oder unbewusst – in seinem Leben mitträgt.

Dieses Konzept wird in verschiedenen therapeutischen und spirituellen Ansätzen beschrieben. Es ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, wird jedoch von manchen Menschen als hilfreiches Erklärungsmodell für bestimmte Lebenserfahrungen erlebt.
 


Mögliche Anzeichen für ein „Seelenkind“ in der Familie

1. Gefühle & innere Erlebniswelt

  • Unerklärliche Traurigkeit oder Schwere im Herzen

  • Gefühl, unvollständig zu sein oder ein „Loch in der Seele“ zu tragen

  • Tief empfundene Sehnsucht, manchmal verbunden mit Todeswünschen, ohne wirklich sterben zu wollen

  • Schwierigkeit, Freude oder Leichtigkeit wirklich zuzulassen

  • Leere im Herzen, egal wie viel Zuwendung da ist

  • Innere Zerrissenheit zwischen Rückzug und dem Wunsch nach Nähe

  • Unbewusster Ausdruck über Essen: man kocht immer zu viel oder isst zu viel/zu wenig, um das innere Ungleichgewicht auszugleichen
     

2. Beziehungen & Bindungserfahrungen

  • Einsamkeit, selbst in Gesellschaft

  • Probleme in Partnerschaften oder Geschwisterbeziehungen

  • Angst vor Nähe oder starkes Bedürfnis nach Verschmelzung

  • Unerfüllte Sehnsucht nach dem „perfekten besten Freund oder Partner“

  • Verlustängste und Panik beim Warten auf Antworten

  • Tiere geben mehr Halt als Menschen
     

3. Selbstbild & Identität

  • Gefühl, nicht dazuzugehören oder in der „falschen Familie“ zu sein

  • Empfinden, „zu viel“ oder „zu wenig“ zu sein

  • Geringes Selbstwertgefühl, Gefühl „nicht genug“ zu leisten

  • Schuldgefühle oder die Überzeugung, „an allem schuld“ zu sein

  • Gefühl, überflüssig zu sein oder zu viel Raum einzunehmen

  • Wahrnehmung, immer „anders“ zu sein
     

4. Sensibilität & Ausdruck

  • Hochsensibilität und starkes Mitgefühl

  • Schwierigkeit, klare Grenzen zu setzen

  • Übernahme von Schuld oder Verantwortung für die Gefühle anderer

  • Wut als Ausdruck innerer Ohnmacht

  • Besonderer Zugang zu Kreativität, Kunst oder Musik als Ausdruck des Unsagbaren

  • Anziehung zu Spiritualität oder „anderen Welten“
     

Diese Symptome können Hinweise sein – sie sind jedoch kein sicherer Beweis. Ähnliche Erfahrungen können auch im Zusammenhang mit Fehlgeburten, Schwangerschaftsabbrüchen oder künstlicher Befruchtung auftreten.

 

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Rituale können helfen
Unabhängig davon, wie Sie Ihre Geschichte einordnen, können Rituale dabei unterstützen, Erinnerungen einen Platz zu geben, Gefühle auszudrücken und innere Prozesse bewusst zu begleiten.
Nicht das Ritual selbst verändert die Vergangenheit.
Es kann jedoch helfen, einen persönlichen Weg des Erinnerns, der Annahme und des inneren Friedens zu finden.
 

Hier einige Vorschläge:

Kerzenritual zur Erinnerung und Verbundenheit

Ein einfaches, aber bedeutungsvolles Ritual ist das Anzünden einer Kerze, die symbolisch für den verlorenen Zwilling oder das Seelenkind steht.

Anleitung:

  • Wählen Sie eine spezielle Kerze, die ausschließlich für diesen Zweck verwendet wird.

  • Zünden Sie die Kerze an einem ruhigen Ort an und sprechen Sie einen Wunsch oder ein Gebet für das Seelenkind.

  • Lassen Sie Raum für stille Reflexion oder teilen Sie Ihre Gedanken und Gefühle mit der Familie. Kinder können ein Bild malen oder eine Geschichte erzählen.

 

Kuscheltier als symbolischer Zwilling

Kinder wählen oft unbewusst ein Kuscheltier, das zum „Ersatz“ für den verlorenen Zwilling wird. Dieses Kuscheltier kann bewusst einen besonderen Platz bekommen – es darf bei wichtigen Momenten dabei sein, trösten und symbolisch den Platz des fehlenden Gegenübers einnehmen.

 

Erinnerungsplatz gestalten

Schaffen Sie einen kleinen Gedenkort in Ihrem Zuhause, an dem der verlorene Zwilling symbolisch „anwesend“ ist.

Vorgehen:

  • Stellen Sie ein Bild, eine Kerze oder einen Gegenstand auf, der für das Seelenkind steht.

  • Jeder in der Familie kann etwas Persönliches beisteuern, z. B. einen Brief oder ein Andenken.

 

Briefe schreiben und loslassen

Das Schreiben von Briefen an das Seelenkind kann helfen, unausgesprochene Gefühle zu verarbeiten.

Vorgehen:

  • Schreiben Sie einen Brief, in dem Sie Ihre Gedanken frei fließen lassen.

  • Der Brief kann anschließend in einem Ritual verbrannt, vergraben oder auf andere Weise symbolisch losgelassen werden.

 

Naturverbundenheit: Ein Baum pflanzen

Ein Baum steht für Wachstum und Leben. Das Pflanzen eines Baumes für den verlorenen Zwilling oder das Seelenkind kann ein bedeutungsvolles Ritual sein.

Vorgehen:

  • Wählen Sie gemeinsam einen Ort und einen Baum.

  • Verbringen Sie regelmäßig Zeit dort, um den Baum zu pflegen und die Verbundenheit zu spüren.

 

Familienmeditation oder Visualisierung

Setzen Sie sich als Familie zu einer geführten Meditation zusammen, bei der der verlorene Zwilling symbolisch in die Familie integriert wird.

 

Gemeinsames Abendessen für den verlorenen Zwilling

Ein Platz bleibt symbolisch frei.

Vorgehen:

  • Lassen Sie einen Platz am Tisch frei und sprechen Sie liebevoll über das Seelenkind.

Die richtige Sitzordnung am Familientisch

Eine weitere Unterstützung kann die bewusste Sitzordnung am Familientisch sein. Die richtige Platzierung der Familienmitglieder kann Harmonie und Struktur fördern. Weitere Informationen dazu finden Sie in meinem Blogbeitrag: Die richtige Sitzordnung am Familientisch – Harmonie und Struktur für Ihre Familie


Literatur
Wer sich intensiver mit diesem Thema beschäftigen möchte, findet in folgenden Büchern wertvolle Impulse:

  • Sereina Heim: Seelenkinder

  • Ilka-Maria Thurmann & Uta Fischer: Am Anfang waren wir zu zweit (Kinderbuch)
     

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Mein persönlicher Gedanke

Jede Familie geht ihren eigenen Weg.

Nicht jedes Ritual passt zu jedem Menschen und nicht jedes Erklärungsmodell fühlt sich stimmig an.

Nehmen Sie sich deshalb nur das mit, was Sie in Ihrem Herzen als hilfreich empfinden.

Manchmal genügt bereits ein kleines Ritual, um einem Verlust, einer Sehnsucht oder einer offenen Frage einen liebevollen Platz zu geben.

Ich begleite Sie gerne dabei.

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