Praxis für Körper- und Lebensbalance
Wenn wir uns im Alltag blockiert fühlen – ob als Kind, Jugendlicher oder Erwachsener –, liegt das oft an einem gestressten Nervensystem. Die KinFlex® Reflextherapie setzt genau hier an: Wir arbeiten nicht mit starrem Training, sondern lösen den Stress dort, wo er entstanden ist.

Reflextherapie / Reflexintegration nach KINFLEX®
Den Weg für die natürliche Nachreifung ebnen
"IN JEDEM MENSCHEN RUHEN DIE "INNEREN SCHÄTZE", DIE NUR DARAUF WARTEN AN DIE OBERFLÄCHE GEHOLT ZU WERDEN."
WAS SIND FRÜHKINDLICHE REFLEXE?
Frühkindliche Reflexe sind automatische Bewegungen, die unser Überleben und unsere Entwicklung sichern. Normalerweise erfüllen sie ihre Aufgabe und treten dann in den Hintergrund, sobald die nächste Entwicklungsstufe erreicht ist. Bleibt ein Reflex jedoch durch äussere Faktoren “gestresst“, kann er sich nicht zurückziehen. Er bleibt aktiv und wirkt wie ein ständiger Störfaktor im System. Dies kostet enorm viel Kraft - Energie, die uns dann für Konzentration, Lernen und emotionale Balance fehlt.
Reflexintegration als Fundament für den Therapieerfolg
Häufig wird die Reflextherapie zum entscheidenden Puzzleteil, wenn andere Unterstützungen wie Ergotherapie, Psychomotorik oder Logopädie nicht den gewünschten Erfolg bringen.
Stellen Sie sich das Nervensystem wie das Fundament eines Hauses vor: Sind die frühkindlichen Reflexe noch aktiv, steht das System unter Dauerstress. Jede weitere Förderung muss gegen diesen inneren Widerstand anarbeiten. Erst wenn wir das Fundament durch das bearbeiten der Reflexe stabilisieren, können andere Therapien, schulisches Lernen und die persönliche Entwicklung viel leichter und nachhaltiger greifen.

DER KINFLEX UNTERSCHIED: WAS IST REFLEXTHERAPIE?
Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden geht es bei der Reflextherapie nach KinFlex® nicht darum, Reflexe durch ständiges Wiederholen von Übungen zu „integrieren“.
Mein Ansatz ist sanfter und nachhaltiger:
Entstressen: Wir spüren die gestressten Reflexmuster auf und lösen die Blockaden im Nervensystem.
Nachreifen: Sobald der Stress gelöst ist, darf der Reflex in seinem eigenen, individuellen Tempo nachreifen.
Zentrieren: Das System findet zurück in sein natürliches Gleichgewicht.
Dieser Prozess ist für den Körper so logisch und befreiend, dass die Therapie oft sehr effizient ist: In der Regel reichen 3 bis 5 Sitzungen aus, um das gesamte System zu entstressen und die Basis für mehr Leichtigkeit im Alltag zu schaffen.
Davon profitieren Kinder, Jugendliche und Erwachsene:
Da das Nervensystem ein Leben lang lernfähig ist, hilft die Reflextherapie in jedem Alter, um:
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Innere Ruhe zu finden und ausgeglichener zu sein.
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Konzentration und Fokus zu steigern (ideal bei ADHS-Themen).
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Impulskontrolle und Selbstbewusstsein zu stärken.
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Körperliche Spannungen (wie Zähneknirschen oder motorische Unruhe) loszulassen.
Ihr Weg zur Zentrierung: Der erste Schritt
Möchten Sie wissen, ob gestresste Reflexe hinter Ihren Themen oder denen Ihres Kindes stecken?
Nutzen Sie die Fragebögen für eine erste Einschätzung: Bei mindestens 5 Ja-Antworten ist es sehr wahrscheinlich, dass eine Reflextherapie eine grosse Entlastung bringen kann.

Was ist möglich?
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Ein entspannteres Leben
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Emotionale Stabilität
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Motivation
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Mit Veränderungen umgehen können
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Fokus & Konzentration
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Selbstbewusstsein
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Gleichgewicht & Koordination
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Erfolgserlebnisse beim Lesen, Schreiben & Rechnen
Häufige Fragen / Gut zu Wissen...
Wenn frühkindliche Reflexe nicht entstresst sind, muss das Gehirn ständig kompensieren. Das kostet Kraft und zeigt sich im Alltag oft durch folgende Anzeichen:
Lernen & Konzentration-
Konzentrationsschwierigkeiten und leichte Ablenkbarkeit
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Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten
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Hyperaktivität oder der Drang, ständig in Bewegung zu sein (ADHS-Symptomatik)
Motorik & Körpergefühl
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Unleserliche Schrift, verkrampfte Stifthaltung oder Ungeschicklichkeit (z. B. mit Besteck)
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Koordinations- und Gleichgewichtsprobleme
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„Tolpatschiges“ Verhalten oder motorische Schwäche (Fein- und Grobmotorik)
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Bevorzugtes Sitzen im Zwischenfersensitz (W-Sitz)
Emotionen & Verhalten
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Schwierigkeiten bei der Impulskontrolle (schnelle Wut oder Frustration)
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Unsicherheit und ein geringes Selbstwertgefühl
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Herausforderungen bei der Kontaktaufnahme zu anderen
Körperliche Signale
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Bettnässen über das 5. Lebensjahr hinaus oder häufiger Harndrang
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Motorische Unruhe beim Sitzen (Zappeln)
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Erhöhte Infektanfälligkeit oder Allergien
Die gute Nachricht: Durch eine gezielte Reflextherapie nach KinFlex® können viele dieser Symptome gelindert werden oder verschwinden sogar ganz, da das Nervensystem die Chance bekommt, in Ruhe nachzureifen.
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Es gibt viele Gründe, warum die natürliche Nachreifung eines Reflexes unterbrochen wird oder ein bereits entstresster Reflex wieder aktiv wird. Man kann sich das wie eine „Sicherung“ im Nervensystem vorstellen, die bei Überlastung zum Schutz wieder herausspringt.
Mögliche Ursachen im Überblick:-
Vorgeburtlich: Stresssituationen während der Schwangerschaft, Unfälle, schwere Infektionen oder äussere Belastungen.
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Während der Geburt: Kaiserschnitt, Frühgeburt, sehr lange Geburten oder der Einsatz von Saugglocke oder Zange.
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Nach der Geburt: Traumatische Erlebnisse, schwere Stürze, Operationen oder langanhaltender emotionaler Stress.
Ein wichtiger Hinweis für Erwachsene
Dieses Phänomen betrifft nicht nur Kinder. Auch bei Erwachsenen können traumatische Erlebnisse oder extreme Stressphasen dazu führen, dass das Nervensystem in alte, instinktive Reflexmuster zurückfällt. Dies äussert sich oft in einer permanenten inneren Unruhe oder Erschöpfung, da der Körper ständig gegen diese „aktiven Sicherungen“ anarbeitet.-
Die Reflexe sind zwar alle genetisch in uns angelegt, sie werden aber nach einem präzisen biologischen Zeitplan nacheinander aktiv. Nicht jeder Reflex muss also schon im Moment der Geburt voll einsatzbereit sein.
Ein anschauliches Beispiel ist der Saugreflex: Dieser reift erst gegen Ende der Schwangerschaft vollständig aus. Wird ein Kind zu früh geboren (vor der 34. bis 36. Woche), ist dieser Reflex oft noch nicht stark genug ausgeprägt. In solchen Fällen benötigt der Säugling vorübergehend Unterstützung durch eine Magensonde, bis das Nervensystem die nötige Reife für das selbstständige Trinken erreicht hat.
Was bedeutet das für die Therapie? Es zeigt uns, wie eng die Reflexentwicklung mit der Gehirnreife verknüpft ist. Wenn dieser natürliche Zeitplan durch eine Frühgeburt, Stress oder Traumata gestört wird, kann die Reflextherapie später helfen, diese Entwicklungsschritte in Ruhe "nachzuholen".
Damit die KinFlex® Reflextherapie ihre volle Wirkung entfalten kann, ist die Freiwilligkeit und das Einverständnis des Klienten – egal ob Kind oder Erwachsener – die wichtigste Basis.
Wenn das Kind (noch) nicht möchte
Sollte ein Kind signalisieren, dass es selbst nicht direkt behandelt werden möchte, bietet KinFlex® einen wunderbaren Weg: Mit dem Einverständnis des Kindes können wir über die Eltern arbeiten. Dies entlastet die Situation und ermöglicht oft dennoch einen grossen Fortschritt im Familiensystem.
Ganzheitlichkeit bedeutet auch Grenzen kennen
Menschliche Entwicklung ist komplex. Wir werden durch viele Faktoren beeinflusst:
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Familiäre und strukturelle Veränderungen
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Hormonelle Umbrüche (wie die Pubertät oder Wechseljahre)
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Individuelle Entwicklungsprozesse
Sollten bestimmte Symptome nach der Reflextherapie bestehen bleiben, ist dies ein wertvoller Hinweis darauf, dass andere Ursachen zugrunde liegen. In diesem Fall ist KinFlex® nicht die alleinige Lösung, aber oft ein wichtiger Baustein, um das Fundament zu klären. Gerne schaue ich dann mit Ihnen gemeinsam, welche meiner weiteren Methoden (wie Craniosacral Therapie oder Bachblüten) hier unterstützend wirken können.
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Die Reflextherapie nach KinFlex® erfordert, dass das Kind einfache Anweisungen verstehen und motorisch umsetzen kann. In der Regel ist dies ab ca. 5 Jahren gut möglich.
Was ist mit jüngeren Kindern?
Bei Kindern unter 5 Jahren ist das Nervensystem noch sehr stark mit dem der Eltern (insbesondere der Mutter) gekoppelt. In diesem Alter erweist sich die Arbeit über die Bezugspersonen oft als weitaus wirkungsvoller und sanfter.
Der Vorteil:
Wir entstressen das System des Kindes indirekt über Sie als Elternteil. Das Kind muss nicht stillsitzen oder Übungen machen, sondern profitiert von der Regulation, die wir gemeinsam erarbeiten.
1. Terminvereinbarung & Vorbereitung
Buchen Sie Ihren Termin bequem online oder kontaktieren Sie mich persönlich. Nach der Buchung erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail mit allen wichtigen Details.
2. Der Online-Fragebogen (Zeit für das Wesentliche)
Vor unserem ersten Treffen füllen Sie bitte den entsprechenden Fragebogen aus. Ihre Angaben helfen mir, die Sitzung optimal vorzubereiten. So sparen wir am Behandlungstag Zeit und können uns ganz auf die eigentliche Zusammenarbeit konzentrieren. Selbstverständlich werden alle Daten streng vertraulich behandelt.
3. Die Besonderheit: Zuerst die Mutter
Bei der KinFlex® Reflextherapie empfehle ich, dass zunächst die Mutter zu einem eigenen Termin kommt. Warum? Weil die Stress-Schutzreflexe der Mutter und des Kindes oft eng miteinander schwingen. Wenn das System der Mutter entspannt ist, hat dies eine unmittelbar positive Auswirkung auf das Kind und den gesamten Therapieerfolg.
4. Die Sitzung: Ankommen & Wohlfühlen
Vorgespräch: Wir besprechen kurz das Datenblatt, definieren Ihre Ziele und klären letzte Fragen.
Die Behandlung: Sie oder Ihr Kind liegen in bequemer Kleidung auf der Liege. Die Behandlung ist eine Mischung aus ruhigen Momenten, sanften, respektvollen Berührungen und verbalen Anleitungen. Jeder Schritt wird vorher mit Ihnen abgestimmt.
Abschluss: Ein kurzes Nachgespräch dient dazu, das Erlebte zu integrieren und das weitere Vorgehen zu besprechen.
5. Dauer & Fortschritt
Die Anzahl der Behandlungen richtet sich nach Ihrem individuellen Fortschritt. Bei der Reflextherapie sind oft schon 3 bis 5 Sitzungen ausreichend, um das System nachhaltig zu entstressen.Es gibt knapp 20 frühkindliche bzw. primitive Reflexe. Für die Reflextherapie sind besonders die Reflexe von Bedeutung, die Auswirkungen auf das Lernen und die Motorik haben: Denn hier ist der positive Effekt bei Lernproblemen, Schulproblemen und ADHS Symptomen bei Kindern am grössten.
Übersicht der Reflexe und Ihre Auswirkungen
In der nachfolgenden Übersicht stelle ich die Reflexe und die Auswirkungen vor, wenn ein Reflex noch gestresst ist.
Das gilt übrigens nicht nur für Kinder, auch bei vielen Erwachsenen sind Reflexe noch gestresst.
Furcht-Lähmung-Reflex FLR
Der FLR sorgt für angemessenen Umgang mit Stress-/ Schrecksituationen.
Betroffene Kinder haben ihre Schultern oft hochgezogen, sind schüchtern, hochsensibel und ängstlich. Sie erstarren in Schrecksituationen.
Treffen sie auf viele Menschen, bedeutet dies Stress für sie. Sie zeigen eine schlaffe Körperhaltung mit schlechter Koordination und Gleichgewicht. Emotional zeigt sich der Reflex durch Trennungsängste, Schulängste oder Schwierigkeiten, Gefühle zu zeigen bzw. zu äussern.Moro-Reflex
Der Moro zeigt sich vor allem im sozial-emotionalen Verhalten.
Die Kinder reagieren oft übersensibel mit Wut- und Tränenausbrüchen. Betroffene Kinder haben Schwierigkeiten, Zuneigung zu zeigen und anzunehmen. Sie haben Probleme in der Kontaktaufnahme, reagieren oft nicht der Situation angemessen und sträuben sich gegen Veränderungen und neue Situationen. Sie zeigen Stimmungsschwankungen, können sich schlecht anpassen und spielen nicht gerne mit anderen Kindern.
Sie ertragen schlecht Kritik, Wettbewerb, Streit und Stress. Es besteht eine Überempfindlichkeit der Sinne, besonders der Augen bei Helligkeit.
Je älter ein Mensch ist, dessen Moro Reflex noch andauert, desto mehr neigt er zu depressiven und ängstlichen Verhalten, zeigt ein geringes Selbstbewusstsein und mangelnde Kritikfähiglkeit. Vermehrt zeigen sich Panikattacken und Angstneurosen.Orientierungsreflex POR
Dieser Reflex zeigt sich in mangelndes Selbstwertgefühl, Schwierigkeiten Informationen im Langzeitgedächtnis zu speichern, Motivationslosigkeit durch Reizüberflutung, Gefühl von innerer Leere, Aufmerksamkeitsdefizite, Ablenkung durch einen einzigen Reiz lässt alles andere an Reizen ausblenden, erhöhte Sensibilität, Absinken der Wahrnehmungsschwellen für auditive und visuelle Reize, Pupillenerweiterung, allg. Veränderungen der Muskulatur, momentan ablaufende Handlungen werden eingestellt, Steigerung des Muskeltonus.
Bonding-Reflex
Der Bonding-Reflex ist der emotionale Abschluss der Geburt, der Herzschlag der Mutter entspannt, beruhigt, sorgt für die Bindung und emotionale Beziehung.
Kinder mit nicht integriertem Bonding sind ängstlich, wollen nicht alleine sein, brauchen viel Zuspruch und Aufmerksamkeit. Sie provozieren gerne, sind nachtragend, oft der Familienclown und kommen mit Autoritätspersonen nicht zurecht.
Sie haben Angst zu versagen.Landau-Reflex
Kinder mit nicht integriertem Landau-Reflex haben oft Schwierigkeiten bei der Koordination von Ober- und Unterkörper. Sie zeigen häufig eine steife Körperhaltung, eine generell eher schlechte Haltung und haben kaum Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit. Dies zeigt sich besonders bei Problemen beim Erlernen des Brustschwimmens.
Tonischer Labyrinthreflex, TLR vorwärts
Diese Kinder setzen sich bei jeder Gelegenheit auf den Boden oder lehnen sich an. Stehen ist anstrengend, sie haben eine schlechte Körperhaltung und einen runden Rücken. Sie stabilisieren sich, indem sie die Arme verschränken oder die Daumen in die Gürtelschlaufen schieben.
Schulisch fallen sie auf, da sie häufig Buchstaben verdrehen, in Spiegelschrift schreiben und auch Schwierigkeiten haben, von der Tafel abzuschreiben. Außerdem ist eine schlechte Zeitwahrnehmung und Ordnungsfähigkeit auffällig. Diese Kinder haben Mühe, grammatikalische Strukturen zu erkennenTonischer Labyrinthreflex, TLR rückwärts
Betroffene Kinder bewegen sich steif, gehen oft auf Zehenspitzen oder krallen ihre Zehen beim Gehen ein. Sie haben Schwierigkeiten beim Einschätzen von Raum, Tiefe, Entfernung und Geschwindigkeit. Sie sind ständig in Bewegung, um das Gleichgewicht zu halten. Es fällt Ihnen schwer, sich zu organisieren, z.B. aufzuräumen, haben ein schlechtes Zeitgefühl, sind vergesslich. Auch Schwierigkeiten beim Abschreiben von der Tafel oder das Verdrehen von Buchstaben sind häufig erkennbar.
Symmetrisch Tonischer Nackenstellreflex, STNR
Kinder mit gestressten STNR sind häufig nicht gekrabbelt, sondern gleich aufgestanden und gelaufen. Sie zeigen sich motorisch ungeschickt, kleckern vermehrt beim Essen. Das Erlernen des Schwimmens ist für sie erschwert, da die Koordination der Arme und Beine nicht gut gelingt.
Auch eine mangelnde Auge-Hand-Kopf-Koordination ist zu beobachten.Sie haben häufig Probleme mit dem Abschreiben von der Tafel, da das Kind dabei ständig den Kopf heben und senken muss. Bei einem noch gestressten Reflex führt jede Kopfbewegung nach oben oder unten zu einer reflexartigen Haltungsveränderung. Dies wird vom Kind unterdrückt, was aber viel Energie kostet (die so nicht mehr für Aufmerksamkeit und Lernen zur Verfügung steht) und zusätzlich zu Verkrampfungen in Armen und Händen führt.
Diese Kinder lümmeln am Tisch, sitzen gerne auf einem oder beiden Beinen oder wickeln die Füsse um die Stuhlbeine. Die Kinder malen und schreiben lieber halb auf dem Tisch liegend.Häufig zeigen sie auch Schwierigkeiten beim Hüpfen und Springen. Ihre mündliche Leistung ist besser als die schriftliche.
Studien besagen, dass bei 75% der Kinder mit Lernstörungen, der STNR noch aktiv ist.Asymmetrischer Tonischer Nackenstellreflex, ATNR
Betroffene Kinder haben oftmals spät Laufen gelernt, da sie Gleichgewichtsprobleme haben. Ausserdem sind sie in ihrer grob- und feinmotorischen Entwicklung auffällig. Dieser Reflex hat Einfuss darauf, ob jemand Rechts- oder Linkshänder oder auch Beidhänder wird.
Diese Kinder lesen und schreiben nicht gerne, und ihre Rechtschreibung ist fehlerhaft. Beim Schreiben ohne Linien fallen die Zeilen nach rechts oder linlks ab. Sie drehen oft das Heft beim Schreiben, vertauschen Buchstaben oder lassen sie aus. Häufig üben sie auch zu viel Druck auf den Stift aus.
Alle Überkreuzbewegungen sind erschwert. Schauen sie beim Fahrradfahren nach rechts, fahren sie auch nach rechts.
Häufig fällt auch auf, dass geschmeidige Augenbewegungen nicht möglich sind.Amphibien-Reflex
Kinder, bei denen der Amphibien-Reflex nicht entwickelt ist, sind häufig nicht gekrabbelt und hatten als Kleinkind Probleme sich zu rollen.
Spinaler Galant
Diese Kinder können nicht stillsitzen, bewegen sich mit einseitiger Hüftrotation, sind hyperaktiv und haben einen unruhigen Schlaf. Mangelnde Blasenkontrolle, Bettnässen bis nach dem 5. Lebensjahr und Verdauungsstörungen können auftreten.
Die Kinder sind überempfindlich am Rücken und mögen keine enge Kleidung oder Gürtel, die Schildchen müssen aus der Kleidung herausgeschnitten werden. Fehlhaltungen, Skoliose und ein schiefer Gang sind möglich.Spinaler Perez
Diese Kinder liegen nicht gerne auf dem Rücken, zeigen mangelnde Blasenkontrolle und Verdauungsstörungen. Oftmals haben sie Probleme mit Bettnässen über das Alter von 5 Jahren hinaus. Sie zeigen häufig einen schlechten Muskeltonus, haben oft ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis und haben Schwierigkeiten logisch und abstrakt zu denken. Auch reagieren sie häufig überempfindlich auf auditive oder kinästhetische Reize.
Babinski-Reflex
Dieser Reflex zeigt sich durch Löcher im Socken am grossen Zeh, Halux Valgus und Fersensporn,Betroffene Kinder zeigen Verschleissspuren am Schuh, Gleichgewichtsprobleme, verzögerte Sprachentwicklung und spätes Laufenlernen.
Palmar-Reflex
Der Palmar-Reflex steht in engem Zusammenhang mit dem Saugreflex. Er zeigt sich bei den betroffenen Kindern durch Zähneknirschen, unwillkürliche Zungenbewegungen und undeutliches Sprechen. Eine schlechte Handschrift, mangelnde Stifthaltung und Feinmotorik mit Mundmitbewegung werden häufig beobachtet.
Babkin-Reflex
Dieser Reflex ist wichtig für die Sprachentwicklung, die Koordination von Hand und Mund, die Entwicklung der Gesichtsmimik
Bei den Kindern zeigen sich schmerzhafte Verspannungen in Nacken- und Brustmuskulatur, schwache Handmuskulatur => Schwierigkeiten in der Feinmotorik, verkrampfte Stifthaltung, beeinträchtigte Kommunikationsfähigkeiten, all dies können Anzeichen eines Persistieren des Reflexes sein.Plantar-Reflex (Fuß-Greifreflex)
Anzeichen für ein Stress des Reflexes können die Bildung von Hühneraugen und/oder Hammerzehen sein. Betroffenen Kinder zeigen ein umständliches Anziehen von Strümpfen und Schuhen, Zehenspitzengang, “wackelige” Füsse, schlechte Handschrift, mangelnde Feinmotorik, Zähneknirschen
Saugreflex
Dieser Reflex zeigt sich durch Probleme mit der ersten Nahrungsaufnahme, das Essen wird mit der Zunge wieder aus dem Mund herausgeschoben. Schluckbeschwerden, sabbern und fehlender Mundschluss. Bei diesen Kindern ist später oft eine Gebisskorrektur mit einer Zahnspange nötig. Sie sind hypersensibel im Lippen- und Mundbereich. Ständiges Kauen oder Lecken an Gegenständen (Pullover, Jacken, Bleistifte usw.) undeutliche Aussprache, Artikulationsprobleme (z.B. Lispeln) zeigen ein möglichen Stress des Reflexes an.
Hochziehreflex
Dieser Reflex ist zuständig für die Hand/Mund Koordination und Propriozeption (= die Wahrnehmung des eigenen Körpers über dessen Lage im Raum, den Stellungen von Kopf, Rumpf und Gliedmassen zueinander sowie deren Veränderungen als Bewegungen mitsamt dem Empfinden für Schwere, Spannung, Kraft und Geschwindigkeit). Bei zu starkem Aufdrücken auf dem Papier, eine verkrampfte Stifthaltung, Konzentrationsprobleme speziell beim Schreiben (LRS), Mundbewegungen beim Schreiben ist an ein Stress des Reflexes zu denken.
Greifreflex
Dieser Reflex arbeitet zusammen mit dem Hochziehreflex und hat die Aufgabe der Entwicklung von Fein- und Grobmotorik der Hand, Unterscheidung von rechts und links, Hand-Mund- und Mund-Fuss-Koordination. Pinzettengriff. Wenn das Kind die Pullover- oder Jackenärmel in die Hände zieht und sie festhält, nichts loslassen und damit nichts aufnehmen kann, ist an ein Stress dieses Reflexes zu denken.
Jeder frühkindliche Reflex hat seine Aufgabe, und wenn noch eine Restaktivität vorhanden ist, raubt dies Energie.
Das Gute daran ist, dass wir die Reflexe auch im Nachhinein harmonisieren können.
Das gilt übrigens nicht nur für Kinder, sondern auch viele Erwachsene haben nicht alle Reflexe vollständig integriert.
Ja, absolut. In der ganzheitlichen Entwicklung gibt es selten nur einen einzigen Grund für Abweichungen, aber die körperlichen Fundamente spielen eine entscheidende Rolle für unsere Sprache.
Zwei Reflexgruppen sind hierbei besonders wichtig:
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Such- und Saugreflex: Diese bilden die direkte muskuläre Grundlage für die Beweglichkeit von Mund, Lippen und Zunge. Ist dieser Bereich noch gestresst, fällt eine deutliche Artikulation schwer.
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Tonischer Labyrinthreflex (TLR rückwärts): Er beeinflusst die gesamte Körperstatik und die Raum-Lage-Wahrnehmung, was indirekt die korrekte Lautbildung und das Sprachverständnis steuert.
Die Reflextherapie als Ergänzung zur Logopädie Wenn diese Reflexe durch KinFlex® entstresst werden, darf die Mundmotorik nachreifen. Das Kind gewinnt an muskulärer Kontrolle und Leichtigkeit. Eine undeutliche Sprache kann sich dadurch oft signifikant verbessern, da die logopädischen Übungen nun auf einem stabilen, entspannten Fundament aufbauen können.
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Bei Kindern mit AD(H)S-Symptomen beobachten wir häufig, dass das Nervensystem in einem permanenten Flucht- oder Kampfmodus feststeckt. Das liegt meist an noch aktiven Stress-Schutzreflexen, die wie eine "Dauer-Alarmanlage" im Hintergrund feuern.
1. Der Fluchtmodus blockiert das Denken
Wenn das Stammhirn (unser Überlebenszentrum) auf Hochtouren läuft, wird der Cortex (unser Verstand) weniger versorgt. Konzentration, Planung und logisches Handeln sind in diesem Zustand physiologisch kaum möglich. Das Kind kann Unwichtiges nicht mehr filtern – jedes Geräusch wird zur Ablenkung.
2. Der ATNR: Die "unsichtbare Fessel" beim Lernen
Besonders der ATNR (Asymmetrisch Tonischer Nackenreflex) spielt hier eine grosse Rolle. Ist dieser Reflex noch gestresst, löst jede Kopfbewegung – zum Beispiel der Blick von der Tafel zum Heft – einen unwillkürlichen Impuls in den Armen und Beinen aus.
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Körperliche Unruhe: Das Kind muss diesen Impuls ständig mit purer Willenskraft unterdrücken, um ruhig zu sitzen. Das wirkt nach aussen wie Zappeligkeit oder Konzentrationsmangel, ist aber in Wahrheit Schwerstarbeit für das Nervensystem.
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Schreibblockaden: Da der Arm gegen den Nackenimpuls ankämpft, verkrampft die Hand, das Schriftbild leidet und die Zeilen rutschen weg.
3. Der Spinaler Galant: Die Ursache für "Zappelphilippe"
Ist dieser Reflex am Rücken noch aktiv, reagiert das Kind extrem empfindlich auf Berührungen (wie den Hosenbund oder das Stuhlbein). Das Kind muss sich bewegen, um diesen Reiz zu verarbeiten – ein Stillsitzen ist unter diesen Umständen kaum möglich.
Die Lösung durch Entstressung
Durch die Reflextherapie nach KinFlex® helfen wir dem Nervensystem, aus diesem Überlebensmodus auszusteigen. Sobald diese "Sicherungen" entstresst sind:
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Findet das Kind in eine innere Zentrierung.
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Wird die Energie frei, die vorher für das Unterdrücken der Reflexe verbraucht wurde.
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Werden Fokus und Konzentration wieder natürlich möglich, weil der Körper nicht mehr gegen sich selbst kämpft.
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Lese-, Rechtschreib- oder Rechenschwierigkeiten haben ihre Ursache oft tief im Nervensystem. Damit ein Kind Buchstaben und Zahlen korrekt verarbeiten kann, benötigt es ein stabiles Gefühl für Oben, Unten, Rechts und Links.
Der Einfluss des Tonischen Labyrinth-Reflexes (TLR)
Der TLR ist massgeblich für unser Gleichgewicht und unsere Orientierung im Raum zuständig. Ist dieser Reflex noch gestresst, fehlt dem Kind das „innere Koordinatensystem“. Dies hat direkte Auswirkungen auf das Lernen:
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Orientierung im Raum & auf dem Papier: Das Kind hat Mühe, Distanzen und Grössen einzuschätzen. Was auf dem Spielplatz als Koordinationsproblem auffällt, zeigt sich im Heft als Schwierigkeit, Zahlenreihen oder Buchstabenabstände einzuhalten.
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Logische Reihenfolgen: Wenn die innere Orientierung wackelt, fällt es schwer, Abfolgen einzuhalten. Das Kind verdreht Zahlen (z.B. 21 statt 12) oder Buchstaben (Spiegelschrift), da das Gehirn nicht sicher weiss, wo „vorne“ und „hinten“ im Wort ist.
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Ordnung & Struktur: Betroffene Kinder wirken oft chaotisch, weil sie Mühe haben, sich selbst und ihre Materialien im Raum zu organisieren.
ATNR & STNR: Die Helfer beim Lesen und Schreiben
Zusätzlich erschweren zwei weitere Reflexe den Schulalltag:
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ATNR: Wenn die Augen nicht flüssig über die Mittellinie gleiten können, verliert das Kind beim Lesen ständig die Zeile oder lässt Wörter aus.
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STNR: Er macht das Abschreiben von der Tafel zur Qual. Jedes Mal, wenn der Kopf sich hebt oder senkt, möchte der Körper die Haltung ändern. Das Kind verliert den Fokus und macht Flüchtigkeitsfehler.
Befreiung durch Reflextherapie
Durch KinFlex® entstressen wir diese Bewegungsmuster. Sobald der TLR und die Nackenreflexe zentriert sind, findet das Kind seine innere Mitte.
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Die Orientierung auf dem Papier wird leichter.
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Buchstaben und Zahlen bleiben an ihrem Platz.
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Das Gehirn hat wieder Kapazität für den Inhalt des Lernens, statt ständig die eigene Körperposition korrigieren zu müssen.
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Damit die Reflextherapie ihre volle Wirkung entfalten kann und das Nervensystem Ihres Kindes (oder Ihr eigenes) die nötige Ruhe zur Nachreifung findet, bitte ich Sie um Beachtung folgender Punkte:
1. Die „Digitale Pause“ (Handy & Co.) Das Gehirn benötigt vor und nach der Sitzung Raum, um die neuen Impulse zu verarbeiten. Bitte verzichten Sie 30 Minuten vor und 30 Minuten nach der Behandlung konsequent auf die Nutzung von Smartphones, Tablets oder anderen Bildschirmen. Das gilt sowohl für das Kind als auch für die Begleitperson im Wartebereich – schaffen wir gemeinsam eine Zone der Ruhe.
2. Verzicht auf Zucker Zucker wirkt stark stimulierend auf das Nervensystem und kann die Entspannung des Körpers blockieren. Für ein optimales Ergebnis empfehle ich, etwa 30 Minuten vor und nach der Sitzung auf zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke zu verzichten.
Warum ist das wichtig?
Wir möchten dem Nervensystem die Chance geben, ohne äussere Reizüberflutung oder künstliche Energieschübe in die Zentrierung zu finden. Nur in einem ruhigen System kann die Nachreifung der Reflexe nachhaltig geschehen.




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